© Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V. 2019 TAV - Training für aggressivitätsreduziertes Verhalten Was ist das TAV? Das Training für aggressivitätsreduziertes Verhalten (TAV) ist eine Maßnahme für Straffällige, die durch Straftaten in Verbindung mit Gewaltbereitschaft in Erscheinung getreten sind. Dieses Training ist eine Spezialform des sozialen Trainings mit konfrontativen Elementen, bei der die Auseinandersetzung mit der Gewalt im Vordergrund steht. Was bietet der Verein für Jugendhilfe und Soziales e.V. an und für welche Zielgruppe ? Der Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V. bietet im Kreis Pinneberg regelmäßig Kurse für straffällige Jugendliche und Heranwachsende an. Die dort tätigen Mitarbeiter*innen sind zertifizierte TAV-Trainer*innen und verfügen über langjährige Erfahrung in diesem Arbeitsfeld. Ein Kurs dauert ungefähr 20 Wochen, wobei die Treffen wöchentlich stattfinden. Das TAV ist eine geeignete Maßnahme für männliche und weibliche Jugendliche und Heranwachsende, die wegen einer oder mehrerer Straftat(en) im Zusammenhang mit Gewalt und Aggression in Erscheinung getreten sind. Größtenteils handelt es sich dabei um Delikte wie Körperverletzung und Raub. Der Teilnahme am TAV liegt in der Regel eine gerichtliche Weisung zugrunde. Die Zuweisung und die Kursarbeit erfolgen in enger Kooperation mit der Jugendgerichtshilfe des Kreises Pinneberg. Was sind Ziele des Trainings? Aufbauend auf einer respektvollen Einstellung gegenüber den Proband*innen bei gleichzeitiger Ablehnung ihrer Taten wird mit den Teilnehmer*innen daran gearbeitet, dass sie ihr Verhältnis zur Gewalt reflektieren und gewaltfreie Handlungsalternativen entwickeln. Auf der Grundlage lerntheoretischer Erkenntnisse und mithilfe konfrontativer Elemente sollen die Teilnehmer*innen sich mit ihren Taten auseinandersetzen (z.B. auf dem sogenannten "heißen Stuhl"), Auslöser für die eigene Aggressivität kennen lernen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Außerdem werden Neutralisierungstechniken (Rechtfertigungsmechanismen) bearbeitet, das Selbstbild der Teilnehmer*innen kritisch hinterfragt und die Opferperspektive einbezogen. Fragen? Wenn Sie mehr über das TAV wissen möchten, können Sie uns gern kontaktieren. Ansprechpartnerin: Frau Haarländer Tel.: 0163-7437295 TAV(at)ju-pi.de