© Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V. 2019 ISS- Intensivgruppentraining für Selbstkontrolle und Sozialkompetenz Das Intensivgruppentraining für Selbstkontrolle und Sozialkompetenz, kurz ISS, richtet sich an erwachsene Personen, deren Problem in aggressiven Handlungen unter Alkoholeinfluss besteht. Der angesprochene Personenkreis ist in aller Regel bereits vorbestraft. Ein gewisser Leidensdruck und der grundsätzliche Wille zu einer Veränderung der aktuellen Lebenssituation wird vorausgesetzt. In Abgrenzung zum herkömmlichen AAT basiert dieser Kurs nicht auf den Regeln der konfrontativen Pädagogik, nutzt aber Elemente daraus. Darüber hinaus werden Anteile aus dem Coolness Training und dem Stand-Up Training mit in das ISS eingeflochten. Im Rahmen der insgesamt 20 Trainingssitzungen, mit einer Dauer  von jeweils 120 - 180 Minuten, werden auf die einzelne Person individuell zugeschnittene Arbeitspläne realisiert. Um diese Pläne zu erstellen, richtet sich in den ersten Sitzungen, neben dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses innerhalb der Trainingsgruppe und zu den Trainer*innen, der Fokus auf eine möglichst umfassende Informationssammlung über die Teilnehmer*innen. Des weiteren dient der erste  Block von drei Sitzungen auch der Wissensvermittlung in Bezug auf  die  Themenbereiche  Alkohol und unterschiedliche Konsummuster sowie der möglichen Folgen gewalttätigen/verletzenden Verhaltens. Danach beginnt ein Block von Sitzungen, der in einem Splittingverfahren durchgeführt wird. Um den individuellen Problemen und eventuell bestehenden Blockaden der Teilnehmer*innen  zu begegnen, werden die Sitzungen nur im ersten Teil in der Gesamtgruppe durchgeführt. Der zweite Teil der Sitzung dient dazu, Sitzungen mit Kleingruppen oder Einzelpersonen durchzuführen. Der Inhalt dieser individualisierten Sitzungen besteht darin, gemeinsam mit den Teilnehmern die Gründe für die bestehende und durch den Alkohol erst verstärkte Wut/Reizbarkeit aufzudecken und nach individuellen Strategien für die Bearbeitung zu suchen. Die letzten Sitzungen finden wieder ganz mit der Gesamtgruppe statt. Hier werden gemeinsame „Notfallpläne“  zur Vermeidung von Rückfällen erstellt. Darüber hinaus sind Erstellung und Einsatz individueller „Emotionaler Anker“ ein elementarer Bestandteil der letzten gemeinsamen Sitzungen. Um die notwendige Gruppendynamik zu gewährleisten ist eine Gruppenstärke von 8-12 Personen erwünscht. Fragen? Wenn Sie mehr über das ISS wissen möchten, können Sie uns gern kontaktieren. Ansprechpartner: Friedrich-Wilhelm Philipp, Tel.: 04121-87132